Polierteller – welchen Polierteller solltest du wählen?
Du hast die Poliermaschine gekauft.
Du hast die Politur gefunden.
Und dann kommt die Frage:
Welchen Polierteller soll ich verwenden?
Hart? Weich? Schaumstoff? Mikrofaser? Wolle? Heavy Cut? Medium? One-Step? Finishing?
Die Wahl des Poliertellers hat einen enormen Einfluss auf das Ergebnis, wenn du das Auto polierst.
Dieselbe Poliermaschine und dieselbe Politur können sich nämlich sehr unterschiedlich verhalten, je nachdem, welchen Polierteller du auf der Maschine montierst.
Das Wichtigste ist daher, eine Sache zu verstehen:
Es gibt keinen Polierteller, der für alles am besten ist.
Der Teller muss ausgewählt werden nach:
Zustand des Lacks → gewünschte Korrektur → Politur → Poliermaschine → gewünschtes Finish.
In diesem Ratgeber gehen wir die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Poliertellern durch, damit du leichter den richtigen auswählen kannst.
Was macht ein Polierteller?
Der Polierteller ist die Verbindung zwischen der Poliermaschine und dem Autolack.
Es ist der Teller, der zusammen mit der Politur physisch auf der Oberfläche arbeitet.
Die Wahl des Pads beeinflusst unter anderem:
Wie aggressiv du den Lack korrigierst
Wie schnell Kratzer reduziert werden
Wie viel Wärme entsteht
Wie schön das Finish ist, das du erreichst
Wie die Politur arbeitet
Wie einfach sich die Maschine kontrollieren lässt
Daher solltest du die Politur und den Polierteller niemals als zwei getrennte Dinge betrachten.
Sie arbeiten zusammen als ein System.
Welche Arten von Poliertellern gibt es?
Polierteller lassen sich grob nach zwei Dingen einteilen:
Material
Zum Beispiel:
Schaumstoff
Mikrofaser
Wolle
Korrekturwirkung
Zum Beispiel:
Heavy Cut
Cutting
Medium Cut
One-Step
Politur
Finishing
Es kann große Unterschiede zwischen den Herstellern geben, daher sind die Bezeichnungen nicht unbedingt direkt vergleichbar.
Ein orangefarbenes Pad bei einem Hersteller muss beispielsweise nicht die gleichen Eigenschaften haben wie ein orangefarbenes Pad bei einem anderen.
Wähle den Polierteller daher niemals allein nach der Farbe aus.
Was bedeutet Cut?
Cut beschreibt grob gesagt das Korrekturpotenzial des Tellers.
Ein Pad mit hohem Cut wurde entwickelt, um beim Entfernen oder Reduzieren stärkerer Lackdefekte zu helfen.
Das können zum Beispiel sein:
Starke Waschstraßenkratzer
Oxidation
Schleifspuren
Markantere Klarlackdefekte
Aber mehr Cut kommt oft mit einem Kompromiss.
Je aggressiver wir arbeiten, desto wahrscheinlicher ist es, dass danach ein feinerer Polierschritt erforderlich sein könnte.
Daher ist:
so viel Cut wie möglich
nicht unbedingt das Ziel.
Das Ziel ist:
die notwendige Menge an Cut.
Heavy Cut Polierteller – wann verwendet man ihn?
Heavy Cut ist das aggressive Ende der Skala.
Diese Art von Pad wird verwendet, wenn der Lack größere Defekte aufweist, die eine mildere Kombination nicht zufriedenstellend korrigieren kann.
Das können zum Beispiel sein:
Starke Waschstraßenkratzer
Oxidierter Lack
Schleifspuren
Markantere Kratzer im Klarlack
Heavy Cut wird typischerweise mit einer kräftigeren Schleifpaste (Compound) kombiniert.
Aber bevor du das härteste Pad aus dem Regal nimmst, solltest du dich immer fragen:
Ist eine so aggressive Kombination überhaupt nötig?
Mache zuerst einen Test-Spot.
Wenn eine mildere Kombination die Aufgabe löst, gibt es keinen Grund, aggressiver zu arbeiten.
Medium Cut – der interessante Mittelweg
Medium Cut ist extrem nützlich.
Hier erhältst du typischerweise eine Kombination aus:
guter Korrektur + besserem Finish als bei einem sehr aggressiven Cutting-Pad.
Medium-Pads können sehr interessant sein für:
Allgemeine Waschstraßenkratzer
Moderate Lackdefekte
One-Step-Polieren
Autos, die eine allgemeine Lackauffrischung benötigen
Für viele Enthusiasten wird ein gutes Medium-Pad tatsächlich der Typ sein, den sie am meisten verwenden.
Was ist ein One-Step Polierteller?
Bei One-Step geht es darum, Folgendes zu erreichen:
Korrektur und schönes Finish in einem Polierschritt.
Anstatt erst einen groben Cutting-Prozess durchzuführen und danach das gesamte Auto fein zu polieren, versucht man, eine Kombination zu finden, die ein zufriedenstellendes Ergebnis liefert.
Das kann zum Beispiel sein:
Medium/One-Step-Pad + passende Politur
Bei vielen normalen Autos ist das eine fantastische Lösung.
Vielleicht entfernst du nicht jeden einzelnen tiefen Defekt.
Aber das Auto kann von:
matt und voller Waschstraßenkratzer
zu:
glänzend, tief und deutlich verbessert
in einem Polierschritt gelangen.
Für ein normales Alltagsauto ist das oft ein sehr vernünftiger Kompromiss.
Was ist ein Finishing-Pad?
Ein Finishing-Pad befindet sich am milden Ende.
Hier liegt der Fokus nicht auf maximaler Korrektur.
Der Fokus liegt auf:
maximalem Finish.
Es wird zum Beispiel verwendet für:
Feinpolieren
Entfernung von sehr feinen Hologrammen
Verbesserung des Glanzes
Abschließender Schritt nach grobem Polieren
Empfindliche Lacktypen
Vorbereitung vor dem Lackschutz
Finishing-Pads sind typischerweise weicher und werden mit feineren Polituren kombiniert.
Wenn du einen aggressiven Cutting-Schritt durchgeführt hast, kann das Finishing das sein, was den Lack von:
korrigiert
zu:
wirklich schön
bringt.
Harter oder weicher Polierteller?
Als sehr grobe Faustregel gilt:
Härteres/aggressives Pad = mehr Korrekturwirkung
Weicheres Pad = mehr Fokus auf Finish
Aber das ist nur eine Faustregel.
Moderne Polierteller sind komplexer als nur:
hart = grob / weich = fein.
Schaumstoffart, Zellstruktur, Dicke, Konstruktion und Temperaturstabilität spielen auch eine Rolle.
Daher solltest du die Klassifizierung des konkreten Pads durch den Hersteller befolgen.
Schaumstoff, Mikrofaser oder Wolle?
Jetzt wird es richtig interessant.
Denn das Material hat große Auswirkungen darauf, wie das Pad arbeitet.
Lass uns diese nacheinander durchgehen.
Schaumstoffpads
Schaumstoffpads sind wahrscheinlich die vielseitigste Wahl.
Sie gibt es im Grunde über das gesamte Spektrum von:
Heavy Cut → Medium → One-Step → Finishing
Das macht sie bei sowohl Anfängern als auch Profis sehr beliebt.
Die Vorteile von Schaumstoffpads sind unter anderem:
Viele verschiedene Härtegrade
Einfach in der Handhabung
Gute Kontrolle
Können ein hohes Finish liefern
Geeignet für Exzenter-Poliermaschinen (DA)
Können für sowohl Cut als auch Finish verwendet werden
Wenn du neu in der Maschinenpolitur bist, ist eine gute Auswahl an Schaumstoffpads ein wirklich guter Anfang.
Mikrofaser-Polierteller
Mikrofaser-Pads verwenden Fasern als Arbeitsfläche.
Sie können eine hohe Korrekturwirkung erzielen, besonders in Kombination mit Exzenter-Poliermaschinen und einer passenden Schleifpaste (Compound).
Mikrofaser kann interessant sein, wenn ein normales Medium-Schaumstoffpad keine ausreichende Korrektur liefert.
Die höhere Korrekturwirkung bedeutet aber auch, dass das Finish bei einigen Lacktypen einen zusätzlichen Schritt erfordern kann.
Daher wird Mikrofaser oft verwendet für:
Korrektur zuerst → Finishing danach.
Woll-Polierteller
Wolle wird traditionell mit starker Korrektur in Verbindung gebracht.
Moderne Woll-Pads gibt es jedoch in vielen verschiedenen Konstruktionen und sie können auf mehreren Arten von Poliermaschinen verwendet werden.
Wolle kann eine sehr effektive Lackkorrektur liefern.
Das macht sie interessant für:
Starke Defekte
Schleifspuren
Oxidation
Lack, der mehr Cut erfordert
Aber auch hier gilt:
Eine hohe Korrekturwirkung bedeutet nicht unbedingt, dass Wolle die richtige erste Wahl für jedes Auto ist.
Wenn der Lack nur leichte Waschstraßenkratzer hat, kann ein milderes Schaumstoffpad ausreichen.
Schaumstoff vs. Mikrofaser vs. Wolle
Um es sehr einfach zu machen:
Typ
Typische Stärke
Gut geeignet für
Schaumstoff
Mild bis stark
Alles von One-Step bis Finishing
Mikrofaser
Medium bis stark
Effektive Korrektur mit Exzenter
Wolle
Stark
Größere Defekte und hoher Cut
Feiner Schaum
Mild
Finish und hoher Glanz
Aber denk daran:
Das ist eine Verallgemeinerung.
Das konkrete Pad und die Empfehlung des Herstellers sind wichtiger als das Material allein.
Welchen Polierteller soll ich für Waschstraßenkratzer wählen?
Wenn das Auto normale Waschstraßenkratzer hat, musst du nicht unbedingt aggressiv starten.
Ein wirklich guter Ausgangspunkt kann sein:
Medium/One-Step-Schaumstoffpad + Medium/One-Step-Politur.
Mache danach einen Test-Spot.
Wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist:
Fahre fort.
Wenn Korrektur fehlt:
Gehe einen Schritt höher.
Wenn das Finish nicht zufriedenstellend ist:
Probiere eine mildere Kombination als Abschluss.
Das ist weitaus besser, als automatisch mit dem gröbsten Pad zu starten.
Lies auch unseren Ratgeber:
Kratzer im Lack – welche Kratzer können wegpoliert werden?
Welchen Polierteller soll ich für tiefere Kratzer wählen?
Zuerst musst du beurteilen, ob überhaupt versucht werden sollte, die Kratzer zu entfernen.
Ein Polierteller kann nicht:
fehlenden Klarlack oder Farblack zurückzaubern.
Wenn der Defekt für eine Korrektur geeignet ist, kann eine aggressivere Kombination erforderlich sein.
Das kann zum Beispiel sein:
Cutting-Pad + Schleifpaste (Compound)
oder in anspruchsvolleren Fällen ein passendes:
Mikrofaser- oder Woll-Pad.
Aber:
Mache immer zuerst einen Testbereich.
Du solltest nicht automatisch die maximale Korrektur wählen.
Welcher Polierteller ist am besten für One-Step?
Für One-Step suchen wir normalerweise ein Pad, das Folgendes liefern kann:
ausreichenden Cut, ohne das Finish zu ruinieren.
Medium-Schaumstoffpads sind daher sehr beliebt.
Im Carfreak-Sortiment findest du zum Beispiel das Detail Passion Premium Polerpad für Cut & One Step, das genau für diese Art von Aufgabe entwickelt wurde.
Du findest es zusammen mit dem Rest unserer Auswahl unter Polierteller.
Welcher Polierteller ist am besten für Finishing?
Hier wählen wir typischerweise ein weiches Finishing-Pad in Kombination mit einer feinen Politur.
Der Zweck ist nicht, den Lack aggressiv anzugreifen.
Der Zweck ist, Folgendes zu maximieren:
Glanz
Klarheit
Tiefe
Reflektion
und eventuellen Schleier (Haze) oder sehr feine Polierspuren von einem früheren Schritt zu entfernen.
Bei Carfreak findest du zum Beispiel sowohl das Detail Passion Premium Polerpad Finisher als auch das Koch Chemie Micro Cut Soft Pad für den abschließenden Teil des Polierprozesses.
Sieh dir die gesamte Auswahl an Poliertellern an.
Welche Größe des Poliertellers sollte man wählen?--
Die Größe muss in erster Linie zu Folgendem passen:
dem Stützteller der Maschine und dem Arbeitsbereich.
Die gängigsten Größen für die Autopolitur liegen bei:
30 mm
50 mm
75 mm
125 mm
150 mm
Eine 125-mm-Maschine ist eine beliebte Wahl als Hauptmaschine.
Daher ist die 125-mm-Klasse auch bei Poliertellern sehr verbreitet.
Aber kleinere Pads sind fantastisch für:
Stoßfänger
A-Säulen
Schmale Paneele
Um Nummernschilder herum
Komplizierte Karosserielinien
Kleinere Bereiche
Lies unseren Ratgeber Beste Poliermaschine – welche sollst du wählen?, wenn du dir bezüglich der Maschinengrößen unsicher bist.
Darf der Polierteller größer als der Stützteller sein?
Der Polierteller sollte für die relevante Stütztellergröße ausgelegt sein.
Bei vielen Pads ist die eigentliche Schaumstoff-/Arbeitsfläche etwas größer als die Klettfläche und der Stützteller.
Das kann unter anderem für etwas mehr Sicherheit am Rand sorgen.
Du solltest jedoch nicht einfach ein beliebiges großes Pad auf einen kleinen Stützteller montieren.
Pad und Stützteller müssen zusammenpassen.
Wie viele Polierteller braucht man für ein Auto?
Hier machen sehr viele Anfänger einen Fehler.
Sie kaufen:
1 Poliermaschine + 1 Polierteller
und denken, dass das für das ganze Auto reicht.
Das ist physisch möglich.
Aber es ist nicht die optimale Arbeitsweise.
Beim Polieren sammelt das Pad:
Politur
Lackreste
Entferntes Material
Staub
Verunreinigungen
Gleichzeitig wird das Pad warm.
Allmählich ändert dies seine Fähigkeit, effektiv zu arbeiten.
Daher empfehlen wir, Folgendes zu haben:
mehrere Pads von dem Typ, den du voraussichtlich am meisten verwenden wirst.
Wie viele Pads empfehlen wir?
Es gibt keine magische Anzahl.
Sie hängt unter anderem ab von:
Größe des Autos
Padtyp
Politur
Wie oft du das Pad reinigst
Wie viel Korrektur durchgeführt wird
Aber für ein ganzes Auto würden wir definitiv bevorzugen, mehrere identische Pads bereit zu haben, statt nur eines.
Wenn du weißt, dass das ganze Auto eine One-Step-Behandlung bekommen soll, ist es beispielsweise weitaus besser, mehrere One-Step-Pads zur Verfügung zu haben.
So kannst du zwischendurch zu einem sauberen Pad wechseln.
Warum wird der Polierteller warm?
Polieren erzeugt Reibung.
Reibung erzeugt Wärme.
Gleichzeitig arbeiten moderne Exzenter-Maschinen mit hohen Geschwindigkeiten und vielen Bewegungen.
Daher können sowohl:
Pad + Stützteller + Lackoberfläche
warm werden.
Zu viel Wärme ist nicht wünschenswert.
Daher haben moderne Pads oft Konstruktionen, die versuchen, Wärme unter anderem durch Folgendes zu handhaben:
Offene Zellstruktur
Spezielle Schaumstoffarten
Kühllöcher
Ventilierendes Design
Aber selbst das beste Pad benötigt immer noch korrekte Technik und laufende Reinigung.
Warum muss der Polierteller gereinigt werden?
Ein verstopftes Pad arbeitet schlechter.
Wenn das Pad mit gebrauchter Politur und Material vom Lack gefüllt wird, ändern sich seine Eigenschaften.
Das kann Folgendes verursachen:
Reduzierter Cut
Mehr Wärme
Schlechteres Finish
Mehr Staub
Ungleichmäßiges Arbeiten
Deshalb muss das Polierpad während der Arbeit laufend gereinigt werden.
Wie reinigt man das Polierpad während des Polierens?
Die Methode hängt vom Pad-Typ ab.
Möglichkeiten sind unter anderem:
-
Pad-Bürste
-
Druckluft
-
Dedizierter Pad-Washer
-
Austausch gegen ein sauberes Pad
Druckluft ist bei Profis besonders beliebt, da das Pad zwischen den Abschnitten schnell gereinigt werden kann.
Wenn Sie jedoch keinen Kompressor haben:
Dann halten Sie mehrere saubere Pads bereit.
Das ist eine einfache und effektive Lösung.
Kann man Polierpads waschen?
Viele wiederverwendbare Polierpads können nach Gebrauch gereinigt werden.
Befolgen Sie immer die Empfehlung des Herstellers.
Im Allgemeinen möchten wir:
-
Poliermittel
-
Öle
-
Lackreste
-
Verunreinigungen
aus dem Pad entfernen.
Anschließend muss das Pad korrekt trocknen, bevor es weggelegt wird.
Ein sauberes Polierpad hält länger und arbeitet beim nächsten Mal gleichmäßiger.
Müssen Polierpads nach jedem Auto gewaschen werden?
Das würden wir klar empfehlen.
Lassen Sie gebrauchtes Poliermittel nicht dauerhaft im Pad eintrocknen.
Wenn das Polieren beendet ist:
Reinigen Sie Ihre Pads.
Dann sind sie beim nächsten Mal einsatzbereit und Sie haben mehr von Ihrer Investition.
Kann man dasselbe Polierpad für verschiedene Poliermittel verwenden?
Technisch gesehen kann man Pads reinigen und später mit anderen Produkten verwenden.
Aber während des Polierens selbst ist es eine gute Idee, den Überblick zu behalten:
welches Pad mit welchem Produkt verwendet wird.
Wenn Sie beispielsweise ein Pad mit einer Heavy-Cut-Schleifpaste gefüllt haben, sollten Sie es nicht unmittelbar danach als Ihr feines Finishing-Pad verwenden.
Das macht den ganzen Sinn des Wechsels auf eine feinere Kombination zunichte.
Muss ein neues Polierpad primen?
Das hängt vom Pad und dem Poliermittel ab.
Einige Systeme empfehlen eine Form des Primings, bei dem die Arbeitsfläche vor dem ersten Polierabschnitt mit Produkt benetzt wird.
Andere Produkte werden anders angewendet.
Befolgen Sie daher die Anleitung des Herstellers.
Das Wichtigste ist, dass Sie nicht automatisch denken:
mehr Politur = besseres Polieren.
Zu viel Produkt kann das Pad sättigen und weniger effizient machen.
Wie viel Poliermittel gehört auf das Pad?
Das hängt vom Produkt und dem Pad ab.
Sobald das Pad korrekt vorbereitet ist, benötigt es oft weniger Produkt pro Abschnitt, als Anfänger erwarten.
Sie sollten kein Softeis aus Politur auf das Pad auftragen.
Verwenden Sie die Menge, die der Hersteller empfiehlt, und passen Sie sie an die Arbeitsbedingungen an.
Das Polierpad muss zum Lack passen
Nicht alle Lacke reagieren gleich.
Einige Lacktypen sind relativ hart.
Andere sind sehr empfindlich.
Eine Kombination, die auf einem Auto ein fantastisches Finish erzielt, kann auf einem anderen Schleier (Haze) hinterlassen.
Daher können wir den längsten Leitfaden der Welt über Polierpads schreiben und landen doch beim wichtigsten Rat:
Machen Sie einen Testspot.
Testen Sie einen kleinen Bereich.
Polieren.
Abwischen.
Inspizieren.
Und wählen Sie danach die Kombination für den Rest des Autos.
Welches Pad soll ich verwenden? – Kurzübersicht
Leichte Waschspuren
Starten Sie mit:
Medium/One-Step Schaumstoffpad
Moderate Waschspuren
Versuchen Sie:
Medium/Cutting Schaumstoffpad
Stärkere Klarlackdefekte
Erwägen Sie:
Cutting-Schaum, Mikrofaser oder Wolle
Hologramme
Versuchen Sie:
Feines/Finishing-Schaumstoffpad
Maximaler Glanz
Verwenden Sie:
Finishing-Pad
One-Step
Verwenden Sie:
Medium/One-Step-Pad
Sehr kleine Bereiche
Verwenden Sie:
Kleineres Pad und passende Mini-Poliermaschine
Betrachten Sie die Übersicht jedoch als Ausgangspunkt.
Testen Sie immer auf dem konkreten Lack.
Beispiel: Das Auto ist voller Waschspuren
Nehmen wir ein praktisches Beispiel.
Sie haben ein gebrauchtes schwarzes Auto gekauft.
Im Schatten sieht es eigentlich gut aus.
Dann kommt die Sonne.
Und plötzlich sieht der Lack aus wie ein Spinnennetz.
Sie könnten sofort wählen:
Heavy Cut + grobes Wollpad.
Aber warum?
Starten Sie stattdessen zum Beispiel mit:
One-Step-Politur + Medium/One-Step-Schaumstoffpad.
Machen Sie einen Testspot.
Wenn 80-90 % der Waschspuren verschwinden und der Lack toll aussieht:
Dann haben Sie vielleicht schon die Lösung.
Es gibt keinen Preis dafür, mehr Klarlack als nötig zu entfernen.
Beispiel: Sehr mitgenommener Lack
Wenn das Auto hingegen:
-
Starke Waschspuren
-
Oxidation
-
Tiefe, korrigierbare Defekte
-
Frühere schlechte Polituren
hat, kann ein aggressiverer erster Schritt notwendig sein.
Beispielsweise:
Cutting-Pad + Schleifpaste
gefolgt von:
Finishing-Pad + feiner Politur.
Das nennt man oft eine:
Two-Step-Politur.
Lesen Sie den gesamten Prozess in unserem kompletten Leitfaden zum Polieren von Autos.
Muss man nach Heavy Cut immer feinpolieren?
Nicht unbedingt.
Es hängt ab von:
-
Dem Lacktyp
-
Der Schleifpaste
-
Der Maschine
-
Der Technik
-
Dem gewünschten Ergebnis
Dem Pad
Moderne Schleifpasten und Pads können ein überraschend tolles Finish hinterlassen.
Wenn der Heavy-Cut-Schritt jedoch Schleier oder mangelnde Klarheit hinterlässt, sollten Sie natürlich mit einer feineren Kombination nacharbeiten.
Die Inspektionslampe bestimmt – nicht die Theorie.
Was ist besser – ein komplettes Pad-System oder verschiedene Marken?
Beides kann funktionieren.
Der Vorteil eines kompletten Systems eines Herstellers ist, dass die Progression oft leicht zu verstehen ist:
Heavy Cut → Medium → Fine → Finish
Der Hersteller hat Pads und Poliermittel typischerweise so entwickelt, dass sie zusammenarbeiten.
Aber professionelle Aufbereiter mischen auch oft Produkte verschiedener Hersteller.
Mit wachsender Erfahrung findet man seine eigenen Favoritenkombinationen.
Als Anfänger ist ein überschaubares System jedoch oft der einfachste Einstieg.
Polierpads von Koch Chemie
Koch Chemie hat beispielsweise ein sehr logisches System.
Sie finden unter anderem:
Heavy Cut Pad – für stärkere Korrektur.
Fine Cut Pad – Balance zwischen Korrektur und Finish.
Micro Cut Soft Pad – für die feine Abschlussarbeit.
Das macht es relativ einfach, die Pads mit den verschiedenen Schritten im Polierprozess abzustimmen.
Sie finden diese in unserer Auswahl an Polierpads.
Polierpads von Detail Passion
Detail Passion hat ebenfalls eine große Auswahl an modernen Polierpads.
Hier finden Sie unter anderem Pads, die entwickelt wurden für:
-
Heavy Cut
-
Medium Cut
-
One-Step
-
Finishing
Dies ermöglicht es, ein komplettes Pad-System eines Herstellers aufzubauen oder das Pad auszuwählen, das am besten zu Ihrer Arbeitsweise passt.
Sehen Sie unsere gesamte Auswahl an Polierpads.
Polierpads von Lake Country
Lake Country ist einer der bekannten Hersteller von Polierpads und bietet verschiedene Konstruktionen in Schaumstoff und Mikrofaser an.
Bei Carfreak finden Sie unter anderem komplette Pad-Sets, sodass Sie verschiedene Härtegrade zur Verfügung haben.
Das kann eine sehr gute Lösung sein, wenn Sie noch nicht genau wissen, auf welche Kombination Ihr Auto am besten reagiert.
Sollte man mehrere Arten von Pads haben?
Wenn Sie das Polieren ernsthaft betreiben:
Ja.
Ein sehr gutes Grundsortiment könnte beispielsweise bestehen aus:
-
Cutting-Pads
-
Medium/One-Step-Pads
-
Finishing-Pads
Und gerne:
mehrere Exemplare jedes Typs.
So können Sie die Kombination an den Lack anpassen, anstatt zu versuchen, ein Pad zu zwingen, alle Aufgaben zu lösen.
Polierpads sind Verbrauchsmaterial
Ein gutes Polierpad kann viele Male verwendet werden, wenn es korrekt behandelt wird.
Aber es hält nicht ewig.
Mit der Zeit können Sie feststellen:
-
Der Schaumstoff nutzt sich ab
-
Der Klettverschluss wird schlechter
-
Das Pad verliert die Form
-
Die Fasern werden abgenutzt
-
Das Pad beginnt sich zu delaminieren
-
Der Rand wird beschädigt
Wenn ein Pad physisch beschädigt ist:
Tauschen Sie es aus.
Ein Polierpad ist im Vergleich zu einer Lackreparatur günstig.
12 klassische Fehler mit Polierpads
1. Sie wählen nach Farbe
Farbcodes sind nicht zwischen Herstellern universell.
2. Sie verwenden ein Pad für das ganze Auto
Halten Sie mehrere Pads bereit.
3. Sie starten mit dem gröbsten Pad
Machen Sie zuerst einen Testspot.
4. Sie reinigen das Pad nicht
Ein zugesetztes Pad arbeitet schlechter.
5. Sie verwenden zu viel Poliermittel
Mehr Produkt ist nicht automatisch besser.
6. Sie üben zu viel Druck aus
Lassen Sie das System arbeiten.
7. Sie ignorieren die Hitze
Pads und Lack können heiß werden.
8. Sie verwenden ein Heavy-Cut-Pad als Finishing-Pad
Verwenden Sie das richtige Pad für die Aufgabe.
9. Sie lagern Pads im schmutzigen Zustand
Reinigen Sie sie nach Gebrauch.
10. Sie verwenden ein defektes Pad
Tauschen Sie beschädigte Pads aus.
11. Sie glauben, Wolle sei immer am besten
Es hängt von der Aufgabe ab.
12. Sie kopieren eine Kombination blind von einem anderen Auto
Lacke reagieren unterschiedlich.
FAQ – Polierpads
Welches Polierpad soll ich wählen?
Das hängt vom Zustand des Lacks und dem gewünschten Ergebnis ab. Bei normalen Waschspuren ist ein Medium/One-Step-Schaumstoffpad oft ein guter Start. Bei stärkeren Defekten kann ein Cutting-Pad nötig sein, während ein Finishing-Pad für maximales Finish verwendet wird.
Welches Polierpad ist am besten für Anfänger?
Ein Medium-Schaumstoffpad ist sehr vielseitig und kann zusammen mit einer passenden One-Step- oder Medium-Politur ein guter Ausgangspunkt sein.
Was ist der Unterschied zwischen einem harten und einem weichen Polierpad?
Ein härteres oder aggressiveres Pad hat typischerweise ein größeres Korrekturpotenzial, während ein weiches Finishing-Pad sich mehr auf Glanz und Finish konzentriert. Die konkrete Konstruktion spielt jedoch auch eine große Rolle.
Was ist besser – Schaumstoff oder Mikrofaser?
Das hängt von der Aufgabe ab. Schaumstoff ist extrem vielseitig und von Heavy Cut bis Finishing erhältlich. Mikrofaser wird oft verwendet, wenn mit einer Exzenter-Poliermaschine eine höhere Korrekturleistung gewünscht ist.
Wofür ist ein Wollpad?
Wollpads werden oft für eine hohe Korrekturleistung verwendet und können bei stärkeren Lackdefekten effektiv sein. Moderne Wollpads gibt es jedoch in verschiedenen Härtegraden und Konstruktionen.
Was bedeutet Heavy Cut?
Heavy Cut beschreibt ein aggressives Pad, das für eine größere Lackkorrektur entwickelt wurde.
Was bedeutet One-Step-Pad?
Ein One-Step-Pad versucht, eine gute Korrekturleistung mit einem schönen Finish zu kombinieren, sodass das Auto in einem Polierschritt deutlich verbessert werden kann.
Was ist ein Finishing-Pad?
Ein Finishing-Pad ist ein feines und typischerweise weicheres Polierpad, das für die finale Politur und maximalen Glanz verwendet wird.
Wie viele Polierpads brauche ich für ein Auto?
Es gibt keine feste Anzahl, aber wir empfehlen klar mehrere Pads für ein ganzes Auto. Die Pads sättigen sich während der Arbeit und werden heiß; sie sollten daher laufend gereinigt oder gewechselt werden.
Können Polierpads gewaschen werden?
Viele Polierpads können gereinigt und wiederverwendet werden. Befolgen Sie die Anleitung des Herstellers und stellen Sie sicher, dass das Pad vor der nächsten Verwendung absolut sauber und trocken ist.
Kann ich dasselbe Pad für Schleifpaste (Compound) und Finishing-Politur verwenden?
Es wird empfohlen, separate Pads für die verschiedenen Polierschritte zu verwenden, damit Reste einer gröberen Schleifpaste den Finishing-Prozess nicht beeinträchtigen.
Welche Größe beim Polierpad soll ich wählen?
Die Pad-Größe muss zum Stützteller der Maschine und dem Bereich, an dem Sie arbeiten, passen. Die 125-mm-Klasse ist als Hauptgröße beliebt, während kleinere Pads gut für Details und schmale Paneele geeignet sind.
Fazit – welches Polierpad sollten Sie wählen?
Wenn wir den gesamten Leitfaden ganz einfach zusammenfassen:
Starten Sie nicht bei der Farbe des Pads.
Starten Sie bei:
Was möchte ich erreichen?
Hat das Auto normale Waschspuren?
Starten Sie mit einem Medium/One-Step-Pad.
Hat der Lack größere korrigierbare Defekte?
Erwägen Sie ein Cutting-Pad.
Müssen Sie nach einer starken Korrektur nacharbeiten oder den Glanz maximieren?
Verwenden Sie ein Finishing-Pad.
Und am wichtigsten:
Machen Sie einen Testspot.
Sie müssen nicht mit der gröbsten Kombination beginnen.
Das beste Polierpad ist das, welches die nötige Korrektur und das gewünschte Finish auf genau dem Lack liefert, an dem Sie gerade arbeiten.
Wenn Sie den gesamten Prozess erlernen möchten, können Sie hier fortfahren:
Kratzer im Lack – welche Kratzer kann man herauspolieren?
So polieren Sie das Auto – kompletter Leitfaden zum Maschinenpolieren
Beste Poliermaschine – welche sollten Sie wählen?
Oder gehen Sie direkt zu:
Nun haben Sie eigentlich die ganze Kette:
Kratzer → Poliermaschine → Polierpad → Poliermittel → Technik → glänzender Lack.